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Junge Federn

des Vereins Frankfurter Sportpresse

Mehr als nur ein Federstrich

Zeit für eine Kampagne. Nicht irgendeine, es geht um unser Alter. Wenn der Jüngste im Vorstand zum Beispiel 45 Jahre zählt, dann ist er alt. Zeit zu handeln, weil unser Nachwuchs vermisst wird, der Journalistische, außerhalb der Redaktion.

Wo finden wir ihn? Nicht im Vorstand, nicht bei unserer Jahreshauptversammlung, manchmal in kleiner Zahl bei Diskussionsveranstaltungen. Er taucht zuweilen im gesteuerten Ruder-Vierer am Grillabend auf, der Tanz beim Sportpresseball bleibt für ihn oft aus. Manchem Jungkollegen oder Kollegin ist der Ball unerschwinglich – aus Geld und Zeitnot. 

Mit dem Kürzel „VFS“ können die jüngsten Journalistinnen und Journalisten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wenig anfangen, geschweige denn, sie wissen überhaupt, dass es einen Regionalverband gibt, der Verein Frankfurter Sportpresse heißt und die Interessen seiner Mitglieder vertritt. Der seine ehrenamtliche Zeit durch Hilfestellungen bei Rechtefragen im Journalismus gibt und Lösungen für die Ausstellung von Presseausweisen bis hin zur Akkreditierung sucht. Von großem Vorteil sind die vorhandenen Netzwerke bis hin zu Antworten zur Künstlersozialkasse und Berufs­un­fähig­keits­ver­sicherung. Kurzum – der VFS kann sehr lebendig werden – nicht nur, wenn man ihn braucht.

Der Verein Frankfurter Sportpresse lädt alle jungen Journalisten ein, sich der Kampagne “Junge Federn” anzuschließen.

Wir freuen uns auf Euch!

Tradition verpflichtet

Die „Frankfurter Schule“ mit Dr. Paul Laven, Julian Lehmann, Ernst Nebhut, Wilhelm Ahlig, Paul Keller, Max Behrens, Dr. Walter Bing, H.P. Tillenburg und Richard Kirn hätte in einen Ruder-Achter mit Steuermann gepasst. Als Journalisten waren sie ein Begriff, und nach der Erinnerung des großen Frankfurter Zeitungsjournalisten Kirn wurde just im Jahre 1927 der Verein Frankfurter Sportpresse gegründet, als auch Kirn bei der Wormser Zeitung seine Karriere begann, mit 22 Jahren.

Bernhard Gnegel galt als treibende Kraft, um nach dem Berliner Sportpresseclub in Hessen die heute zweitälteste Organisation eines deutschen Sportjournalisten-Regionalverbandes ins Leben zu rufen. „Die Zeiten, in denen man in Offenbach einen Journalisten einer ungnädigen Kritik wegen am nächsten Spieltag einen Knüppel über den Presseplatz hängte, mit der Aufschrift – ´Für den Berichterstatter Max Behrens´ – waren mit der Gründung des Vereins Frankfurter Sportpresse vorbei“, schrieb Kirn zum 50jährigen Jubiläum 1977. Der Respekt der Vereine gegenüber dem VFS wuchs, die Achtung vor den Journalisten ebenfalls.

Heute wie damals will der Verein Ordnung in den eigenen Reihen halten, schlichten, wenn es nötig ist. Konflikte beheben, die immer im journalistischen Alltag entstehen können, zwischen Verein, Verband, Funktionären und Journalist oder zwischen Kollegen aus Print, Internet, Rundfunk und Fernsehen. In unserer Satzung lesen sich nüchtern die Aufgaben des Vereins: „Der Vereinszweck ist die berufsständige Unterstützung und Förderung seiner Mitglieder, deren Interessenvertretung und die Wahrung des beruflichen Ansehens.“ Dass der VFS darüber hinaus einen Mehr-Wert besitzt, wissen wir, dass junge Mitglieder diesen Wert verbessern können, auch.

Daher sucht der VFS junge, engagierte Mitglieder, die für Ideen und Impulse stehen, für einen Verein, der seine Tradition lebt und vor Neuem nicht zurückschreckt. Wir freuen uns auf Euch, damit eine beispielhafte Kampagne aus Frankfurt, mit guten Hoffnungen begleitet, „Schule machen kann“.

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