Vielseitiger Mann mit interessanten Perspektiven - Ehemaliger F.A.Z.-Sportchef Jörg Hahn 65 Jahre alt

Das Jahr 1981 hatte es für den schlaksigen jungen Mann in sich. Im Frühjahr baute Jörg Hahn sein Abitur. Doch hielt er sich nicht lange mit dem Feiern und Pausieren auf. Schon im Sommer wurde er von der F.A.Z. als Sportredakteur engagiert. Seine Beziehung zum Sport hatte der gebürtige Essener, der sich eher im Taunusort Bad Soden als im Ruhrgebiet heimisch fühlt, mit Erfolgen in einer Basketball-Jugendmannschaft nachgewiesen. Seine Kenntnisse in dieser Sportart hatte er als Trainer und als Schiedsrichter fundiert. Und sicherlich hat seine Erfahrung als Herausgeber einer Schülerzeitung auch zum Engagement bei der F.A.Z. beigetragen.
Im Hause F.A.Z. wurde der zwanzigjährige Neuling von Verlagsdirektor Hans-Wolfgang Pfeifer, dem damals starken Mann der Zeitung, gern liebevoll spöttisch „das Kind“ genannt. Jörg Hahn hatte sein Engagement hauptsächlich dem Herausgeber Dr. Jürgen Eick zu verdanken, der für seinen Mut, junge Talente einzustellen, bekannt war.
„Das Kind“ zeigte dann, dass er in seinem Beruf schnell erwachsen wurde. Auch als Redakteur blieb Jörg Hahn ein Aktiver. Für einen Aufsatz über die qualvollen Erfahrungen beim Marathonlauf wurde er im Artikelwettbewerb des Verbandes Deutscher Sportjournalisten mit dem Ersten Preis ausgezeichnet.
Als Redakteur erwarb Hahn den Ruf, ein vorzüglicher Blattmacher zu sein. Doch immer wieder berichtete er auch als Reporter „draußen“ von kleinen und großen Sportereignissen. Neben dem Basketball hatte es ihm vor allem die Leichtathletik angetan: Er berichtete von Welt- und Europameisterschaften. Bei Olympischen Spielen entdeckte er sein besonderes Interesse am Reitsport, den seine Frau und seine Tochter schon lange als Hobby ausübten.
Anfang des Jahres 2004 wurde Jörg Hahn Leiter der F.A.Z.-Sportredaktion. Mit Umsicht und Begeisterung sorgte er gemeinsam mit den Kollegen dafür, dass sich gut zwei Jahre später die als Sommermärchen gefeierte Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land in einem glanzvollen WM-Teil der F.A.Z. niederschlug.
Sieben Jahr lang führte Hahn die Sportredaktion als ein menschlicher Chef. Im Jahre 2012 zog es ihn zu neuen Ufern. Als Mediendirektor der Stiftung Deutsche Sporthilfe sammelte er Erfahrungen mit der vielfältigen Förderung der Athleten. Nach fünf Jahren und einem Kurzintermezzo bei der Frankfurter Neuen Presse studierte Hahn im Rheingau-Ort Oestrich-Winkel an der Privatuniversität EBS. Mit dem Abschluss als Mediator haben sich für den Ruhestand des früheren F.A.Z.-Sportchefs interessante Perspektiven eröffnet. Und auch als freier Journalist dürfte der vielseitige Mann weiterhin gefragt sein. Vor allem aber wird es Jörg Hahn immer wieder nach Portugal ziehen, dem seine große Zuneigung gehört. Seinen 65. Geburtstag am 10. Oktober feiert er in Frankfurt.
Steffen Haffner



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