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Trauer um den langjährigen Ballmacher Hans-Jürgen Müller

vor 10 Stunden
2 Min. Lesezeit

 

Der Torwart, der für den VFS viele Türen öffnete.

 Trauer um den langjährigen Ballmacher Hans-Jürgen Müller

 

Wir wussten, dass Hans-Jürgen Müller seit einigen Monaten gesundheitliche Probleme hatte. Aber wir waren geschockt, als wir die Nachricht vom Tod unseres Freundes und langjährigen Ballmachers Hans-Jürgen Müller erfuhren. Wir sind traurig und wünschen seiner Frau Barbara und den Söhnen Sven und Jörg  mit ihren Familien viel Kraft in schweren Tagen.


Ich erinnere mich gerne an den 10. August 2019. Das war ein ganz besonderer Tag im Leben des Hans-Jürgen Müller. Die Kommunikationsagentur metropress, die Müller am 10. August 1969 als Presseagentur gründete, feierte in der Frankfurter Alten Oper ihr 50jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier wurde mit vielen namhaften Gästen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien zu einer Zeitreise durch fünf Jahrzehnte. Als Zeitzeugen präsentierten sich unter anderen der frühere Bundesinnenminister Rudolf Seiters und der Fußball-Weltmeister des Jahres 1954, Horst Eckel. Die Laudatio hielt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der den Deutschen Sportpresseball als den schönsten Ball Deutschlands bezeichnete.

Und mitten drin Hans-Jürgen Müller. Der Gründer, der erfolgreiche Macher über Jahrzehnte. Der Mann, der zum Glücksfall für den Verein Frankfurter Sportpresse wurde, der sich unauflösliche Verdienste um den Deutschen Sportpresseball erworben hat.


In der Reihe „Frankfurter Gesichter“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde der langjährige Organisator des Deutschen Sportpresseballs, Hans-Jürgen Müller einmal als „Sonntagskind“ bezeichnet. Seine Mutter - so erzählt der Hanauer – habe das so gewollt mit dem Sonntagskind und die Geburt so lange hinausgezögert, dass der Sprössling eben erst am Sonntag das Licht der Welt erblickte.

Das Licht einer Welt, durch die er bis heute als Journalist, Öffentlichkeitsarbeiter und Event-Organisator mit großem Erfolg marschiert. Dabei war seine Kindheit nach dem Tod des Vaters, der 1944 in Italien fiel, keineswegs unbeschwert. Vom landwirtschaftlichen Betrieb in Braunschweig aus übersiedelte die Familie nach Freigericht bei Hanau.

Dort absolvierte Müller nach der Schule eine kaufmännische Ausbildung und begann, für verschiedene Zeitungen zu arbeiten. Sein Thema? Natürlich Sport. Damals spielte er noch aktiv Fußball. Sein Platz war im Tor, auch später, als er in Journalisten- und Prominenten-Teams für karikative Zwecke das Torhütertrikot überstreifte.

1965 kam Müller für die amerikanische Presseagentur Associated Press nach Frankfurt. Mit 27 Jahren gründete er später die Agentur „metropress“, die im Laufe der Jahre eine der ersten deutschen Kommunikationsagenturen wurde und Maßstäbe setzte.


Der frühere Sportchef der Offenbach Post und VFS-Geschäftsführer, Artur Kohlberger, stellte den Kontakt zum Verein Frankfurter Sportpresse her, und Hans-Jürgen Müller übernahm mit viel Geschick die Organisation des Deutschen Sportpresseballs, die er später in die Hände seiner Söhne Jörg und Sven legte. Heute organisiert Jörg Müller mit Sandra Sondermann im Auftrag des VFS den Ball. Aber Hans Müller, der Torwart, der dem VFS viele Türen geöffnet hat, steuert bis zuletzt seine Erfahrung und seine Ideen immer noch bei.


Jetzt müssen wir auf seinen Rat verzichten. Was bleibt sind Erinnerungen an einen wunderbaren Menschen und eine tiefe Dankbarkeit. Hans-Jürgen – Du wirst uns fehlen.

Wir werden Dich nie vergessen.

 

Walter Mirwald

 

 

 

 
 
 

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