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38. Deutscher Sportpresseball am 9. November in der Alten Oper

Aktualisiert: 1. Nov 2019

Die Magie dieser Nacht hat auch 30 Jahre später nichts von ihrer Faszination verloren. Staunend erlebten Menschen in Ost und West, wie am 9. November 1989 jahrzehntelanger Teilungsschmerz binnen Stunden grenzenloser Freude wich. Die Geschichte dieses Landes wäre ohne diese Nacht eine andere – und auch der Sport. Der Deutsche Sportpresseball zollt am 9. November unter dem Motto „Der Ball für Deutschland“ dieser besonderen Nacht Tribut. Mehr noch: Die Veranstalter – das sind der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse in Kooperation mit der metropress presseagentur GmbH – würdigen das historische Datum mit einer einzigartigen Ehrung: Im Rahmen der Eröffnungsshow „30 Jahre Mauerfall“ wird der PEGASOS-Preis „Besondere Verdienste um den gesamtdeutschen Sport“ an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die aus der ehemaligen DDR stammen und mit ihrem sportlichen Wirken die Menschen in Ost und West begeistert und berührt haben.


2014 wurde der PEGASOS-Preis in der Kategorie „Besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland“ erstmals an den ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher als einer der „Väter der Einheit“ verliehen. Fünf Jahre später wollen die Veranstalter mit Sven Hannawald, Henry Maske und Matthias Sammer drei Athleten ehren, die mit ihrer Biographie bewiesen haben, welch integrative Kraft der Sport über alle Grenzen hinweg entwickeln kann. In kaum einer anderen Sportart wie im Skispringen agierten beispielsweise in den 90er Jahren Ost- und Westathleten gemeinsam so erfolgreich. Ob Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften: Die deutschen Adler mit Sven Hannawald flogen vorweg. Unvergessen bleibt aber vor allem sein grandioser Erfolg bei der Vierschanzentournee 2001/2002: Erstmals gewann mit Hannawald ein Skispringer alle vier Wettkämpfe.

Auch Henry Maske hat deutsch-deutsche Sportgeschichte geschrieben: 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul holte der Boxkämpfer eine der letzten Goldmedaillen für das DDR-Team. Nach der Wende verhalf er mit seinem kultivierten, intelligenten Kampfstil dem Boxsport in der gesamten Republik zu neuer Popularität.


Maske lockte bis zu 18 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte und verteidigte zehn Mal erfolgreich seinen Titel als IBF-Weltmeister. Bis heute wird der "Gentleman-Boxer" als Idol und Identifikationsfigur verehrt.


Matthias Sammer blickt ebenfalls auf eine besondere deutsch-deutsche Biographie: Als am 12. September 1990 der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet wurde, erzielte der Dresdner abends im letzten Auswahlspiel der DDR gegen Belgien zwei Tore. Bundestrainer Berti Vogts berief ihn dann als ersten ostdeutschen Fußballer 1990 in die gesamtdeutsche Nationalmannschaft. Sechs Jahre später wurde er Europameister, 1997 gewann Sammer mit Borussia Dortmund die Champions League. In der Hall of Fame des Deutschen Fußball-Museums ist Sammer Teil der Gründungself.


Eine ganz andere Form von Sportgeschichte hat der Deutsche Sportmedien-Preisträger geschrieben: ARD-Moderator Gerhard Delling setzte in seiner knapp vierzigjährigen TV-Karriere mit klugen und kompetenten, aber auch humorvollen und ironischen Einlassungen neue Maßstäbe. Das Multitalent im unruhigen Ruhestand war stets mehr als Mister Sportschau, Grimme-Preisträger und der Mann an der Seite von Günter Netzer. Trotzdem kann es nur einen geben, der an diesem Abend den PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“ an „meinen Freund, Herrn Delling“ überreicht: Günter Netzer.


Die Ehrung in der Kategorie „Legende des Sports“ wird seit 2007 vergeben. Die Veranstalter würdigen damit das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten, die für ihre legendären sportlichen Leistungen ausgezeichnet werden, sich aber auch aktiv in die Gesellschaft einbringen. Die Namen der Preisträger lesen sich somit auch wie ein Who´s Who von Sportlerinnen und Sportlern, die in Deutschland eine besondere Anerkennung und Wertschätzung erfahren. „Nachdem Laura Dahlmeier im Sommer ihre Biathlon-Karriere beendet hat, ist es an der Zeit, mit Laura Dahlmeier und Magdalena Neuner die zwei erfolgreichsten deutschen Biathletinnen aller Zeiten als Legenden auszuzeichnen“, sagt Ball-Organisator Jörg Müller. „Mit ihrem stets freundlichen und überaus sympathischen Auftreten haben sie sich einen Stammplatz in den Herzen des Publikums erobert. Gleichzeitig ist diese Ehrung eine Reminiszenz an den Biathlon-Sport, der sich dank Dahlmeier und Neuner auch medial konstant größter Beliebtheit erfreut.“ Magdalena Neuner beendete ihre außergewöhnliche Karriere im März 2012. Die zweifache Olympiasiegerin holte insgesamt zwölf Weltmeistertitel und gewann drei Mal den Biathlon-Gesamtweltcup. Ein Jahr nach Neuners Abschied vom Spitzensport feierte Laura Dahlmeier im Februar 2013 ihr

Weltcup-Debüt. Die zweifache Olympiasiegerin, die wie Neuner aus Garmisch-Partenkirchen stammt, beendete in diesem Mai ihre Karriere. In sechs Jahren gewann sie sieben WM-Titel, davon allein fünf bei den Titelkämpfen in Antholz 2015, und sicherte sich in der Saison 2016/17 den Gesamtweltcupsieg. Beiden ist auch gemeinsam, dass sie ihre Popularität für die einsetzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So wird Dahlmeier im Oktober bei der Frankfurter Buchmesse ein besonderes Buchprojekt vorstellen. In ihrem ersten Kinderbuch spricht die ehemalige Biathletin ein Thema an, das ihr besonders am Herzen liegt: der Klima- und Umweltschutz. Kinder stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Charity-Aktivitäten von Magdalena Neuner: Sie engagiert sich unter anderem für die Björn Schulz Stiftung, die Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und jungen Erwachsenen unterstützt.


Diese Ehrungen zählen sicherlich zu den emotionalen Höhepunkten des Balls, für den Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier traditionell die Schirmherrschaft übernommen hat. Durch den Abend führt, und auch das ist mittlerweile Tradition, Fernsehmoderator Michael Steinbrecher. Stargast des Abends sind „The Pointer Sisters“.


Ausführliche Informationen zu den Preisträgern, zum Charity-Partner, zu weiteren Programmpunkten, Aktionen auf den Ebenen, zur BigCityBeats WORLD CLUB DOME BlackTie-Edition in der Clublounge und zu den Ticketpreisen können auch auf der Webseite eingesehen werden. Unter www.deutscher-sportpresseball.de präsentiert sich das größte wiederkehrende gesellschaftliche Ereignis in Frankfurt.


Veranstalter des Deutschen Sportpresseballs sind der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse e.V in Kooperation mit der metropress presseagentur GmbH. Das gesellschaftliche Großereignis ist seit 1981 einer der Höhepunkte der Ballsaison und mit 2500 Gästen einer der größten Bälle in Deutschland. Im vergangenen Jahr erreichte der Ball eine Reichweite in Print und AV-Medien (ohne Online) von mehr als 220 Millionen Kontakten. Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter rund 150 Medienvertreter aus dem In- und Ausland, die in Wort, Ton und Bild vom Ballgeschehen berichten werden.

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Verein Frankfurter Sportpresse

Der Verein Frankfurter Sportpresse (VFS) ist mit rund 360 Mitgliedern einer der größten von 21 Regionalvereinen innerhalb des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS). Journalisten aus dem Ballungsgebiet Frankfurt (u.A. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Hessischer Rundfunk), aber auch Pressesprecher der wichtigen Sportverbände in der Otto-Fleck-Schneise und Medienschaffende aus ganz Hessen (sowie einige ZDF-Redakteure aus Mainz) sind in dem Verein organisiert. Über uns...