40. Deutscher Sportpresseball in der Alten Oper - Impressionen einer rauschenden Ballnacht

Aktualisiert: 7. Nov.


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Roter Teppich und festlich angestrahlte Alte Oper: Der Ball kann beginnen. Alle Fotos: Metropress

Das erste Mal vergisst man nicht. Für ein Trio ist es etwas ganz Besonderes gewesen, bei einem in vielerlei Hinsicht runden Deutschen Sportpresseball dabei gewesen zu sein. Martina Knief, André Keil und Boris Rhein haben die 40. Auflage des großen deutschen Ballklassikers aus ganz neuen Positionen und Perspektiven erlebt. Die neue Vorsitzende des Vereins Frankfurter Sportpresse, der gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten, vertreten durch ihren gleichfalls neuen Präsidenten André Keil, und der Mannschaft der Agentur Metropress als Triumvirat das Ballvergnügen in der Alten Oper veranstaltet, hatte einen neuen Schirmherrn mit an Bord: Hessens Ministerpräsident Rhein. Es ist seit Jahren guter Brauch, dass die Schirmherrschaft des Deutschen Sportpresseballs in den Händen des jeweiligen Ministerpräsidenten liegt. Und es lag auf der Hand und zeigt das Gespür der Ballmacher, dass Rheins Vorgänger Volker Bouffier auch und endlich einen Pegasos erhalten hat. Ein geflügeltes Pferd für den Mann, der gefühlt eine halbe Ewigkeit dem Sportpresseball wertvolle Dienste geleistet hat. Dass sich die Ballgäste im Großen Saal der Alten Oper von ihren Plätzen erhoben, um stehend dem Elder Statesman Bouffier die Ehre zu erweisen, war selbstverständlich. Bouffier war sichtlich gerührt – so wie es an diesem 40. Ballabend viele Momente voller Rührung und Emotionen gegeben hat.

Unter dem Motto "Gold" startet der Abend mit einer Lasershow.


Neue Gastgeber: VDS-Präsident André Keil und die VFS-Vorsitzende Martina Knief begrüßen kurzweilig im verbalen Doppelpassspiel die Ballgäste.

Die Mischung macht’s – das ist überall so, und natürlich auch beim Ball, dessen Programm die Metropress-Macher um Jörg Müller und Sandra Sondermann in enger Absprache mit dem VFS zusammengestellt haben. 40 Jahre Deutscher Sportpresseball, 50 Jahre Olympische Spiele in München. Das große Sommerspektakel, brutal durch das Attentat von München ins Herz getroffen, spielte eine bedeutende Rolle an diesem 5. November 2022, an dem trotz vielfältiger Krisen getanzt und gefeiert wurde. Bouffier fragte rhetorisch, um sogleich selbst die Antwort zu geben: „Darf man in diesen Zeiten feiern? Ja, man muss es sogar.“


In freudiger Erwartung eines wunderbaren Ballabends.


Martina Knief und André Keil vor der Preisverleihung an Sportmedienpreisträger Jens-Jörg Rieck.


Starke Frauen: Die Olympiasiegerinnen Heide Ecker-Rosendahl, Renate Stecher und Ulrike Nasse-Meyfarth.

Zu feiern gab es viel. Zum Beispiel die Auszeichnung „Legende des Sports“, die diesmal gleich drei starke Frauen erhielten: Hochspringerin Ulrike Nasse-Meyfarth, Weitspringerin Heide Ecker-Rosendahl und Sprinterin Renate Stecher. Athletinnen aus Ost und West, vereint bei den Spielen von München, geehrt mit dem Pegasos ein halbes Jahrhundert später.

Für Spektakel beim Ball sorgte zu mitternächtlicher Stunde der Mann, den sich nicht nur Organisationschef Jörg Müller gewünscht hatte: Rea Garvey. Der Vollblutire, längst in Hessen heimisch geworden, verbreitete mit einem Medley einiger seiner größten Songs prächtige Stimmung unter den insgesamt 2500 Ballgästen. Bestens gelaunt an diesem Abend war auch der Kollege des Südwestrundfunks, Jens-Jörg Rieck. Er fand bei Olympia in Peking die richtigen Worte, um die deutsche Langlaufstaffel verbal bei ihrem sensationellen Sprint zu Gold zu begleiten. „Ja hast Du denn die Pfanne heiß“, rief er mehrmals Victoria Carl zu, die sich kurze Zeit später gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Katharina Hennig auf dem Gipfel des Olymp angekommen fühlte.


Nachfolger und Vorgänger: Boris Rhein überreicht Volker Bouffier einen Pegasos für besondere Verdienste.

Auch als in der Kategorie „Sportler mit Herz“ ein Pferd aus feinstem Porzellan neue Preisträger fand, gab es stehend dargebrachte Ovationen.

Wort- und meinungsstark: Martina Knief, Jens-Jörg Rieck, André Keil
Die Ballgäste waren geradezu begeistert, dass in diesem Jahr mit Eintracht Frankfurt gleich eine ganze Mannschaft gewürdigt wurde. Natürlich völlig zu Recht. Die Eintracht legte eine atemraubende Europa-Reise hin, gewann in der magischen Nacht von Sevilla die Europa League gegen die Glasgow Rangers. Und auch jetzt hält der Schwung der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner unvermindert an. Eine Klasse höher, in der Champions League, hat es das Team um Torwart Kevin Trapp, der bei der Preisverleihung in der Alten Oper ebenso auf der Bühne dabei war wie auch der im Finale entscheidende Torschütze Rafael Borré und der mittlerweile nur noch zum Spaß kickende Martin Hinteregger, schon bis ins Achtelfinale geschafft. Dort heißt es seit der Auslosung am 7. November: Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien. Hauptsache SSC Neapel. Die Eintracht am Fuße des Vesuv – das Spektakel geht weiter.

Noch ein Preis für die Eintracht, vertreten durch Jens Grahl, Kevin Trapp, Martin Hinteregger, Rafael Borré und Christopher Lenz.

Stars und Sternchen, Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport: Die Mischung stimmte. Auf allen Ebenen der Alten Oper herrschte ausgelassenes Balltreiben, und zu weit vorgerückter Stunde sagte Axel Hellmann, der Vorstandssprecher der Eintracht, bestens gelaunt nach Achtelfinaleinzug, Auswärtssieg in Augsburg und einem höchst gelungenen Ballabend: „Das heute war einer der besten Bälle in der 40-jährigen Geschichte des Deutschen Sportpresseballs.“


Ralf Weitbrecht


Über den Tombolaerlös freut sich Franziska van Almsick mit Moderator Gerhard Delling und den Metropress-Ballmachern Jörg Müller und Sandra Sondermann.