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  • jochenguenther

Hartmut Scherzer wird also 85...


Was soll man noch schreiben über diesen Vollblutjournalisten im besten Sinne des Wortes, was nicht zum 70., 75. oder 80. schon geschrieben wurde. Aber gerade hat er seiner ganz persönlichen beruflichen Geschichte ein neues Kapitel hinzugefügt. Und so gibt es doch was zu schreiben. Eine Episode, im Grunde mehr als das, aus diesen Tagen. Die Geschichte beginnt in Berlin. Olympiastadion, Pokalfinale Eintracht gegen Leipzig. Ich sitze neben Hartmut, fast ein Heimspiel in der Hauptstadt, denn zuhause in der Frankfurter Arena sitzen wir auch nebeneinander, seit bald zwei Jahrzehnten. Also Berlin. Leipzig hat gerade das 2:0 geschossen, was uns beide nicht wirklich gefreut hat. Da tippt Hartmut mir auf die Schulter. Tschüss, ich fahre jetzt mal nach Kiew. Okay, nach Kiew also. Hartmut hat sich am Sonntag in Berlin in den Zug gesetzt und ist Richtung polnische Grenze gefahren. Drüben in der Ukraine wurde er von Vitali Klitschko empfangen. Der frühe Box-Weltmeister und Hartmut Scherzer, der „Boxpapst“ unter den deutschen Journalisten, sind schon lange befreundet. Für ein letztes Kapitel in einem neuen Buch braucht Hartmut noch ein Interview mit Klitschko. Also nach Kiew. Klitschko hatte den alten Freund bei allen Sorgen eingeladen. Ich habe es kaum geglaubt. Aber vor ein paar Tagen hat er mir ein Foto geschickt, Vitali und Hartmut. Am letzten Montag haben sie in Kiew das Fußball- Länderspiel geschaut, Deutschland - Ukraine, so war der Plan. Reaktion zu Hause: Wahnsinn. Aber Hartmut hat es nicht so empfunden. Die Rückreise nach Deutschland über Polen war so terminiert, dass er in Warschau das Länderspiel Polen - Deutschland auch noch sehen konnte. Mehr muss ich nicht schreiben. Das ist Hartmut, wie er leibt und lebt. Herzlichen Glückwunsch, bleib so wie du bist. Bis demnächst wieder bei der Eintracht.

Peppi Schmitt

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